26.02.2026

«WERKSTATT-FORUM» 2026 mit über 260 Besuchenden

Über 260 interessierte Besucherinnen und Besucher tummelten sich in der Stage 3 in Wien, in der die dritte Auflage des A&W «WERKSTATT-FORUM» über die Bühne ging. Auf dem Programm standen spannende Vorträge rund um Lack, Karosserie, Reifen, Reparatur und Co. Ausserdem bot der interessante Ausstellerbereich den perfekten Platz zum Netzwerken mit Experten.

 «WERKSTATT-FORUM» 2026 mit über 260 Besuchenden

Zum Start des diesjährigen «WERKSTATT-FORUM» betonte A&W-Geschäftsführer Stefan Binder im Gespräch mit Moderator Christian Clerici die enorme wirtschaftliche Bedeutung von Werkstatt und Aftersales für die gesamte Autobranche und die daher logische Konsequenz, eine entsprechende Plattform zu etablieren. Und A&W-Verlagsleiter Gerald Weiss erklärte: «Wir stehen vor grossen Herausforderungen und wollen Betriebe mit Expertise unterstützen».

 

Grosses Potenzial für die digitale Zustandserfassung in der Annahme sieht der erste Referent Florian Andrä (Würth): «Objektive Bewertung schafft Kundenvertrauen, und durch die Erkennung von bisher unerkannten Reparaturpotenzialen entsteht mehr Umsatz.» Gleichzeitig würden digitale Tools Mitarbeiter entlasten und mehr Zeit für den Kunden schaffen.

 

Einen klaren Praxisimpuls setzte Michael Dittmar (Dittmar & Stachowiak Autodienst) mit seinem Appell «Mut zur E-Mobilität». «Ein kaputtes Auto ist ein gutes Auto!», auch wenn es elektrisch angetrieben ist. Schulungen und Equipment seien notwendig, die Investitionen aber überschaubar.

 

Über Trends in der Carrosseriereparatur sprach Helge Kiebach, Geschäftsführer Kraftfahrzeugtechnisches Institut (KTI). «Äusserlich leichte Schäden könnten schnell zu wirtschaftlichen Totalschäden führen», warnte er und betonte die Bedeutung von Ersatzteilverfügbarkeit, Kosten und Lieferzeiten bei der Reparaturentscheidung.

 

Ein prominent besetztes Podium beleuchtete die Lack- und Carrosseriebranche zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Daniel Kapeller (Akzo Nobel) hielt fest: «Die Energiewende setzt auch wirtschaftliche Hebel in Bewegung.» Christian Baum (Sekurit Service) verwies darauf, dass «der Kunde mehr Funktionen im Autoglas-Bereich will2. Für Versicherungen sei die Neubewertung von Risiken zentral, erklärte Alexander Bayer (VVO).

 

Einen Blick in die Lackiertechnik der Zukunft warf Roger Blum, Inhaber und Geschäftsführer der Schweizer Blutech AG. Lackierroboter – von ihm bewusst als «Cobots» bezeichnet – würden den Menschen nicht ersetzen, aber Mitarbeiter bei Lackierarbeiten unterstützen.

 

Die wachsende Bedeutung von Fahrerassistenzsystemen unterstrich Jens Kowald (Aumovio Aftermarket): «Fahrerassistenzsysteme sind ein zukunftsrelevantes Geschäftsfeld.» ADAS-Kalibrierung sei nichts für «Selbstschrauber und den Hinterhof».

 

Auch das Reifensegment bot starke Impulse. Michael Peschek-Tomasi (VRÖ/point-S) sprach über das Potenzial von Reifendepots, während Günther Riepl (Dunlop) den Blick in Richtung Smart Tyres lenkte. «Wir sind nicht mehr weit von Reifen entfernt, die noch mehr Daten an Fahrzeug und Fahrer liefern.»

 

Das «WERKSTATT-FORUM» 2026 zeigte damit einmal mehr, wie vielfältig, herausfordernd – und chancenreich – das Werkstattgeschäft in Zeiten der Transformation ist.

 

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