LKQ Rhiag steigt in der Schweiz ins Geschäft mit Werkstattausrüstung ein
Posted by: Mario Borri
LKQ Rhiag erweitert sein Angebot in der Schweiz: Der Teilegrosshändler bietet künftig auch Investitionsgüter wie Hebebühnen oder Reifenservicegeräte an. Dafür arbeitet das Unternehmen mit der Wema Werkstatt Equipment AG zusammen.
V. l.: Alexander Hasler (LKQ), Christoph Kissling (LKQ Rhiag), Nicolas Meier (Wema), Adil Mustafi (Wema) und Tom Markwalder (LKQ Rhiag).
Text/Bilder: Mario Borri
Der Ersatzteilgrosshändler LKQ Rhiag baut sein Angebot in der Schweiz aus. Neben Ersatzteilen, Zubehör und Verbrauchsmaterialien will das Unternehmen künftig auch Investitionsgüter für Garagenbetriebe anbieten. Dazu zählen unter anderem Hebebühnen, Reifenmontier- und Auswuchtmaschinen, Achsvermessungsanlagen oder Klimaservicegeräte.
Mit dieser Erweiterung positioniert sich das Unternehmen stärker als Komplettanbieter im Automotive Aftermarket. «Bei Investitionsgütern geht es nicht um einen schnellen Verkauf, Beratung, Installation und Service sind entscheidend», sagt Tom Markwalder, Leiter Marketing & Business Development bei LKQ Rhiag Schweiz.
Kooperation mit der Wema AG
Um dieses Geschäftsfeld aufzubauen, arbeitet LKQ Rhiag mit der Wema Werkstatt Equipment AG zusammen. Die Firma aus Bassersdorf ist auf Werkstattausrüstung spezialisiert und fungiert als technischer Partner für Beratung, Installation, Wartung und Reparatur der Anlagen.
Die Aufgaben sind klar verteilt: LKQ Rhiag verantwortet Vertrieb, Angebotserstellung und Kundenkontakt, während Wema die technische Umsetzung begleitet – von der Planung über die Inbetriebnahme bis zum Service der Geräte.
«Wir unterstützen die Verkäufer dort, wo technisches Know-how gefragt ist», erklärt Wema-Geschäftsführer Adil Mustafi. «Gerade bei grösseren Anlagen ist eine fundierte Beratung entscheidend.»
Schulung zum Auftakt
Der Einstieg in das Geschäft mit Investitionsgütern wurde mit einer Schulung für Verkäufer von LKQ Rhiag eingeläutet. Rund 20 Mitarbeitende aus der ganzen Schweiz nahmen daran teil. Ziel war es, ihnen die Grundlagen der neuen Produktbereiche sowie den entsprechenden Verkaufsprozess zu vermitteln.
Den strategischen Teil der Schulung gestaltete Tom Markwalder. Er erläuterte, wie sich der Verkauf von Investitionsgütern vom klassischen Teilehandel unterscheidet. In der Regel beginnt der Prozess mit einer Offertanfrage, gefolgt von Beratung, technischer Abklärung und der Abstimmung von Liefer- und Montageanforderungen. Erst danach werden Auftrag, Installation und spätere Serviceleistungen organisiert.
Auch aus der Konzernorganisation wurde der Schritt begleitet: Alexander Hasler, Category Lead Workshop Equipment DACH bei LKQ, nutzte die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild vom Start des neuen Geschäftsbereichs in der Schweiz zu machen.
Technik verständlich erklärt
Den technischen Teil der Schulung übernahm Wema-Geschäftsführer Adil Mustafi. Er stellte den Teilnehmern die wichtigsten Kategorien der Werkstattausrüstung vor und erläuterte deren Einsatz in der Praxis – von Hebetechnik über Reifenservicegeräte bis zu Achsvermessungsanlagen oder Klimaservicegeräten.
Ziel war es weniger, die Verkäufer zu Technikexperten auszubilden, sondern ihnen ein Verständnis für die Anforderungen der Garagenbetriebe zu vermitteln.
Nach dem Theorieteil folgte der praktische Teil der Schulung. Dabei demonstrierte Mustafi den Teilnehmern direkt an den Geräten, wie die Anlagen im Werkstattalltag funktionieren. Dazu gehörten unter anderem Auswuchtmaschinen von Hofmann Megaplan, etwa die Modelle Megaspin FT P und Megaspin 420.
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